Wer sind die Gehri's?

WIE ALLES BEGANN ...

 
Wer sind die Gehri's ?

Immer wieder liest man die Worte: „schon seit 6 Jahrzehnten sind wir ein Traditionsbetrieb", und noch viele andere nette Sätze, die dem Kunden Vertrauen und Verbundenheit aufzeigen sollen. Ehrlicher Weise muss man dazu sagen, dass es in bestimmt 80% der Fälle auch der Wahrheit entspricht. Letztlich ist doch kein Leser klüger als davor.

Aus diesem Grund haben wir, also die Gehri's, uns entschieden, wir erzählen von uns, unserer Geschichte und unserem Leben als Handwerksfamilie wie ein kleiner Roman.

 

Wie in jedem guten Roman gibt es selbstverständlich Alles, jedoch sind wir keine Autoren, darum haben wir uns für den einfachen Schreibstil entschieden, chronologisch.

Wie alles begann ...
Ursprung

Vor über 100 Jahren tobte in Europa einer der schlimmsten Kriege der Neuzeit. Der erste Weltkrieg hat viele Schicksalsschläge ausgeteilt. 

So hatte auch die Bäckerfamilie Bachtaler ihr Päckchen zu tragen. Ganz im Süden Deutschlands, im schönen Dreiländereck, wo sich das Markgräflerland, das kleine Wiesental im Schwarzwald und der Rhein begegnen, lebte die Familie im beschaulichen Lörrach Stetten.

Dort betrieben Sie die Bäckerei Bachtaler, doch keiner der drei Söhne kehrte 1918 aus dem Krieg zurück. Der Tochter Anna war es zu jener Zeit nicht erlaubt eine Backstube zu führen.

Ein Bäckermeister und Ehemann musste her. Wie damals üblich, wurde offiziell um die junge Bäckereierbin gebuhlt. Das Rennen machte Bäckermeister Andreas Gehri vom Hasgarten in Freiburg Zähringen.

 

Die Bäckerei Bachtaler wurde zur Bäckerei Gehri. Und aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, zwei Töchter und zwei Söhne. Die Bäckerei überzeugte sehr durch Ihre hohe Qualität und genüsslichen Rezepturen.

So war es Bäckermeister Andreas Gehri möglich, in den Dreißiger Jahren, die Bäckerei Knöpfle in der Wälderstadt zu kaufen. Die Bäckerei in Neustadt im Schwarzwald, heutiges Titisee-Neustadt, wurde anfänglich noch verpachtet.

 
 
Lebensweg
Wie die Bäckerei Gehri in den Schwarzwald kam ...

Und erneut stürzte ganz Europa ins Chaos. Die Söhne des Bäckermeisters Andreas Gehri, Andreas (1926-2018) und Gustav (1927-2010), wurden von den Nationalsozialisten in den Krieg eingezogen.

Der jüngere Gustav musste an die Ostfront, wo er schließlich im Alter von 16 Jahren in den Gulag kam. 1945 kehrte nur der ältere Sohn, Andreas, zurück.

 

Da vom jüngeren Sohn jegliche Spur fehlte, übernahm der Ältere die elterliche Bäckerei in Lörrach Stetten. Völlig unverhofft stand Gustav, auch liebevoll Gust genannt, 1949 vor seinem Elternhaus.

 

Er war ein Spätrückkehrer, der 6 Jahre Gulag überlebt hatte. Diese Jahre haben ihn gezeichnet und seinen Charakter geprägt. Nach den Idealen der harten Arbeit, Ehrlichkeit und Familienzusammenhalt, erzog er auch später seine Kinder.

Und genau hier begann der Lebensweg, der die Gehri Bäckerei in den Schwarzwald brachte. Zwei Söhne waren wieder zu Hause, doch in Lörrach Stetten gab es nur eine Backstube. Nach der Hochzeit von Gustav Gehri mit Ursula Bergmeier 1957 wurden die ersten Weichen für eine Übernahme der verpachteten Bäckerei in Neustadt gelegt.

Der Wiederaufbau ...
Qualität

Am 1. Oktober 1959 übernahm Bäckermeister Gustav Gehri mit seiner Frau Ursula und einem Bäckerlehrling die Bäckerei als Pachtbetrieb.

Das erste Ziel von Gustav und Ursula war der Wiederaufbau des Gebäudes, welches noch immer teils zerbombt vom zweiten Weltkrieg war.

 

Doch wegen der guten Qualität hatten sie in kurzer Zeit einen so großen Kundenstamm, dass sie innerhalb von zehn Jahren 2 Mal an das Stammhaus anbauen musste. 

Trotz dieser Erweiterungen lag das Hauptaugenmerk immer auf der Einhaltung der hohen Qualitätsstandards.

 

Die Rezepturen, die noch von den Urgroßvätern, stammten wurden lediglich verfeinert, doch bis heute nicht verändert. So können wir auch in dritter Generation im Hochschwarzwald auf traditionelle Backkunst und Handwerk stolz sein.

 
 
Familie
Der Aufstieg ...

Der Geschichte folgend, die Ehe von Gustav und Ursula wurde bereits im November 1957 mit der Geburt ihres Sohnes Ulrich belohnt. Im Jahre 1961 kam die Tochter Christiane zur Welt. 1962 erblickte Petra das Licht der Welt. Und 1966 machte die Tochter Beate die Familie komplett.

Christiane war schwer krank als Kind und verbrachte den Großteil ihrer Kleinkinderzeit in Krankenhäusern und Kinderheimen. Während es für das dritte Kind, Petra, auf Grund des hohen Arbeitsaufkommens überhaupt keine Zeit gab.

 

Petra war das erste halbe Jahr ihres Lebens bei den Nonnen im Krankenhaus, die eine wahre Freude an dem kleinen Sonnenschein hatten. Die liebenden Eltern fuhren jeden Tag frische Muttermilch nach Freiburg zu ihrer Tochter. Heutzutage wäre es undenkbar ein Kind nicht bei sich zu haben. Doch damals waren es andere Zeiten, und die Entbehrungen, die gemacht werden mussten, waren nicht zu ändern. Diesem Fakt ist auch die bedingungslose Hingabe und Liebe der Ursula und des Gustav für ihre Enkelkinder geschuldet.

Durch die harte Arbeit, und damals hat Ursula Gehri, nebst ihrer Tätigkeit im Verkauf, Versand und Büro, auch für alle Mitarbeiter gekocht und gewaschen, sind alle vier Kinder zu arbeitssamen, aufrichtigen und liebenswerten Menschen geworden. Es ist ein Privileg sich zu dieser Familie zählen zu dürfen! 

Ulrich Gehri besuchte nach seiner Zeit bei der Bundeswehr die Bäckerschule in Freiburg, wo er auch seinen Bäckermeister machte. Auch Christiane Gehri wurde 1977 sofort auf die Bäckerschule geschickt, wo sie die Ausbildung zur Bäckereifachverkäuferin machte. 1980 besuchte sie die Meisterschule in Weinheim, Heidelberg. Sie ist ausgezeichnet mit dem Titel der Verkaufsleiterin. Die Töchter Petra und Beate schlossen ihre Ausbildungen bei ortsansässigen Arbeitgebern ab. Die eine als Einzelhandelskauffrau, die andere als Zahnarzthelferin. Die Gehris waren schon immer für Innovation und Effizienz bekannt.

 

So sorgte der Bau des ersten Mehlsilos in der Wälderstadt Neustadt für reges Aufsehen. Hatte doch bis Mitter der 70er Jahre noch keiner hier so etwas gesehen. Bis der Gustav Gehri kam und es einfach machte. Keine 20 Jahre später, war der Raum der Backstube in der Hauptstraße so beengt, dass die Familie zusammen saß um den weiteren Werdegang der Gehri Bäckerei zu besprechen. Zusammen kamen nicht nur Ursula und Gustav Gehri, sondern auch der Sohn Ulrich Gehri, die Tochter Christiane mit ihrem Ehemann Thomas Schuble, sowie Petra und Roland Vöstel und Beate Klausmann, damals noch Gehri.

 

Gemeinsam besprachen sie, ob ein Neubau die Lösung wäre um dem immer weiterwachsenden Kundenstamm gerecht zu werden. Nur wenn Thomas Schuble bereit wäre mit in den Betrieb einzusteigen wurde einem Neubau zugestimmt.  Im Mai 1988 war es soweit, auf dem Musterhaus-Gelände der Fa. OKAL, Fertighausbau in Titisee-Neustadt, wird eine großzügige Backstube gebaut.

Die neue Generation ...
Zukunft

Zum 1. Januar 1989 übergibt Gustav Gehri die Geschäftsführung der Gehri Hochschwarzwälder Bauernbrotbäckerei an seinen Sohn Ulrich und seinen Schwiegersohn Thomas Schuble. Im Zuge dessen, wird auf Wunsch von Ulrich Gehri, das alte Logo durch das neue Smilygesicht ersetzt. Dieses wird mit Hilfe der damals dreijährigen Enkeltochter, Carolin Schuble, entworfen. Eine Familie!

Thomas Schuble machte seinen Bäckermeister in der Abendschule, während er die Betriebswirtschaftlichen Belange der Gehri Bäckerei verwaltete. 1994 legte er die Meisterprüfung, mit Auszeichnung, vor der Kammer Freiburg ab. Und wieder sorgte die Gehri Bäckerei in den 90er Jahren für Schlagzeilen. Als erste Bäckerei im Hochschwarzwald bauten die Gehris Backöfen in Ihre Ladengeschäfte ein.

 

Durch diese Möglichkeit Kleingebäck, wie Brezeln oder Croissants, für Kunden frisch zu backen erreichten die Gehris einen ganz neuen Frische- und Qualitätsstandart.  Doch die 90er Jahre waren auch durch schwere Schicksalsschläge geprägt. 1994 verunglückt Ulrich Gehri tödlich. Untröstlich über den Tod ihres Sohnes bricht bei Ursula Gehri erneut der Brustkrebs aus. Sie folgt im Juni 1995 ihrem Sohn.

 

Gustav Gehri bleibt mit seinen drei Töchtern und deren Familien allein zurück. Mit dem Tod seines Sohnes kann Gust die Backstube nicht mehr betreten.

 

Der Aufstieg der Gehri Bäckerei in den folgenden Jahren ist dem unermüdlichen Machen und Tun des Thomas Schuble zu verdanken.

 
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